Die Digitalisierung verändert die Rahmenbedingungen des gesellschaftlichen Lebens und damit auch das zivilgesellschaftliche Engagement in vielschichtiger Weise. Neue, digitale Formen des Engagements entstehen und digitale Technologien erleichtern dabei die Kommunikation und Organisation. Eingeordnet in sechs Themenfelder, stellt „Jung. Digital. Engagiert.“ exemplarische Beispiele des digitalen Engagements in Form von Reportagen, Interviews, Videos und wissenschaftlichen Texten vor.

Kollaborative PROBLEMLÖSUNG und WISSENSPRODUKTIOn

Das Internet ermöglicht die kollektive Generierung von Wissen, die gemeinsame Sammlung von Daten und den produktiven Umgang mit ihnen. Kollaborative Projekte wie Online-Wikis, Participatory Mappings oder Datenanalysen können gesellschaftliche Herausforderungen lösen.

Digitale Schnittstellen zwischen Staat und Zivilgesellschaft

Engagement findet zunehmend an Schnittstellen zwischen Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft statt. Ob durch Bürger*innen-Beteiligung in der Stadtplanung oder im Bereich des gemeinnützigen Journalismus leisten Engagement-Initiativen einen wichtigen Transfer.

Digitale Diskurskultur und politische Meinungsbildung

Das Mitteilen von Informationen, Interessen und Ansichten über soziale Medien mithilfe von Hashtags und multimedialen Posts schafft neue Möglichkeiten der wechselseitigen Interaktion. Durch die Netzwerkeffekte sozialer Medien entstehen damit neue Formen der kollektiven Meinungsbildung und des Engagements für politische Themen.

„Mich treibt die Motivation an, ein Bewusstsein für netz­politische Themen zu schaffen.“
Benjamin, Digitale Gesellschaft

Über das Projekt

Online-Petitionen und Hashtag-Kampagnen statt Unterschriftensammlungen und Sitzblockaden? Wie kann zivilgesellschaftliches Engagement in Zeiten der Digitalisierung aussehen? Das Projekt „Jung. Digital. Engagiert.“ setzt genau hier an. 

entwicklung und Vermittlung von Technologien

Die Mitgestaltung der digitalen Gesellschaft erfolgt unter anderem in Netzwerken, die selbst sogenannte Civic Technology entwickeln oder anderen technologische Kenntnisse vermitteln. Gemeinwohlorientiertes Denken und Handeln wird mit Know-how verbunden.

Digitalisierung als Thema des Engagements

Initiativen, die sich mit der politischen wie rechtlichen Ausgestaltung des Internets oder der Netzkultur beschäftigen, haben die digitale Gesellschaft selbst zum Thema des Engagements gemacht. Sie konzentrieren sich auf Schwerpunkte rund um die Digitalisierung wie Datensicherheit oder Vernetzung verschiedener Akteur*innen.

Vermittlung von Engagement via Plattformen

Plattformen, die auf Vermittlung und Förderung von freiwilligem Engagement spezialisiert sind, bieten neue Möglichkeiten der Unterstützung zivilgesellschaftlichen Engagements. Crowdfunding-Plattformen helfen gemeinnützigen Vereinen bei der Finanzierung und Vermittlungsplattformen verbinden Interessierte und gemeinnützige Vereine.

„Ich habe mir Apps Gewünscht, die gesell­schaftliche Probleme lösen. Zum Beispiel, wie man Bildung mobiler machen kann. Dann habe ich entdeckt, dass ich Diese Apps selbst Bauen kann.“
Abraham, Jugend Hackt